VMWare Remote Console manuell aufrufen

Wir setzen zwar zu Virtualisierungszwecken bei neuen Maschinen exklusiv auf XEN, auch wenn wir uns KVM sicher auch einmal näher ansehen werden, aber wir haben einen Legacy-Server, auf dem wir mangels Verfügbarkeit der VT-Erweiterung (Vanderpool) VMware Server 2 einsetzen. Leider ist dieser Server nicht mehr gerade der schnell, was bei Verwendung des Webinterfaces eine Verbindung über die VMware Remote Console durch die auftretenden Timeouts fast unmöglich macht. Glücklicherweise kann man diese auch direkt aufrufen. Dazu startet man, unter Windows, die Kommandozeile und wechselt ins extensions-Verzeichnis von Firefox unter Windows 7 z.B.:

%APPDATA%RoamingMozillaFirefoxProfiles*.defaultextensions

(für den Internet Explorer gilt gerüchteweise der Pfad %USERPROFILE%Application Data)

Dort gibt es, natürlich nur bei installiertem Plugin, den Ordner VMwareVMRC@vmware.com mit dem Unterordner plugins. Die ausführbare Datei vmware-vmrc.exe in letzterem ist nichts anderes als die Remote Console. Um sich zu einer VM zu verbinden, muss man einige Daten per Parameter angeben, darunter die “moid“, die “managed object ID”. Diese findet man auf dem Rechner, der den VMware-Server betreibt, in unserem Fall einem Debian 5.0 Lenny, in der Datei /etc/vmware/hostd/vmInventory.xml. Der gesuchte Tag ist <objID>, beispielsweise 13.

Es gilt folgende Syntax:

vmware-vmrc.exe -h <hostname>[:<port>] [-u <username> -p <password>] -M <moid>

Als richtiger Port hat sich für uns 8333 erwiesen, der Standardport für HTTPS-Verbindungen. Ausgerüstet mit dieser Information kann man nun die VM wie folgt aufrufen:

vmware-vmrc.exe -h vmhost.example.com:8333 -M 13

Die Remote Console fragt, bevor sie versucht, eine Verbindung herzustellen, noch Benutzername und Passwort ab, sofern man sie nicht als Parameter angegeben hat. Nicht jeder Verbindungsversuch zu unserem altersschwachen Legacy-Server war von Erfolg gekrönt, aber bisher haben wir schlussendlich immer eine Verbindung herstellen können.